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Malteser Osnabrück

Reliquie der Heiligen Bernadette in Osnabrück

Sehr gut besuchte Gebetsstunden und Gottesdienste

11.09.2018
Begrüßung durch Weihbischof Johannes Wübbe
Ausladen vor der Kirche
Aufstellen vor dem Altar
Die Exponate
Weihbischof Johannes Wübbe zelebrierte...
...zusammen mit Pfarrdechant Hermann Wieh (r.) und Malteser-Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann (l.)
Die Kolpingkappel aus Hunteburg begleitete feierlich
Das Malteser-Helferteam um Wallahrtsleiterin Charlotte Hengelbrock (1. Reihe links) und Transportleiterin Octavie van Lengerich (2.v.l.)
Heilige Messe für die St. Elisabeth Pflege am 11. September
Auf dem Weg zum Nachtquartier in der Schatzkammer

Diözese Osnabrück. Am 10. September wurde die Ankunft des Reliquienschreins der Heiligen Bernadette in der Diözese Osnabrück mit einem beeindruckenden Pontifikalamt in der Kirche St. Johann Osnabrück gefeiert. Der Norddeutsche Rundfunk mit einem TV-Team und die Neue Osnabrücker Zeitung begleiteten die Malteser-Helfer.

Mittags hatten fünf Ehrenamtliche der Malteser Hagen a.T.W. und Transportleiterin Octavie van Lengerich den Reliquienschrein aus der Wallfahrtsbasilika in Kevelaer, der ersten Station der Deutschlandtour abgeholt. Beim Eintreffen gegen 16:30 Uhr vor St. Johann warteten bereits zahlreiche Betende und einige der 425 Pilger der 38. Malteser-Lourdeswallfahrt, die mit ihrem Sonderzug zur gleichen Zeit aus Südfrankreich zurückgekehrt waren.

Schon das Entladen, Auspacken und Aufstellen der Exponate wurde von einem NDR-Team begleitet, das den Eröffnungstag bis zum abschließenden Einlagern in der kirchlichen Schatzkammer für die heutige Sendung „Hallo Niedersachsen“ (ab 19:30 Uhr) dokumentierte.

Pfarrdechant Domkapitular Msgr. Dr. Hermann Wieh, begrüßte als Hausherr knapp 500 Gottesdienstbesucher in der voll besetzten Kirche und leitete launig ein. „Heute kommt die Heilige Bernadette zu Freunden.“ Gemeint waren die Reliquien weiterer Heiliger in St. Johann, darunter die der Heiligen Ursula.

Weihbischof Wübbe freute sich zu Beginn über viele bekannte Gesichter, denn unter den Gästen waren viele Lourdespilger, z. B. von Wallfahrten des Bistums und der Gemeinden. „Heute ist ein Stück Lourdes zu uns gekommen“, erläuterte er das Ziel der Reliquienausstellung in Osnabrück. Alle Gläubigen, die selbst nicht die lange Reise nach Lourdes auf sich nehmen könnten, besonders Kranke und Ältere, hätten nun hier die Gelegenheit zu Einkehr und Gebet.

In seiner Predigt griff er das Tagesevangelium über die Hochzeit von Kana, dem ersten Wunder Jesu, auf: „Gott hilft, wenn der Wein in unserem Leben ausgeht oder wenn sich Bedürftige im übertragenen Sinne fragen, ob es nur Wasser im Leben gibt.“ Als der Wein knapp wurde wandten sich die Jünger damals hilfesuchend an Maria und sie sagte im Vertrauen auf ihren Sohn „Was er euch sagt, das tut.“ Danach verwandelte Jesus Wasser in Wein.

„So wie Maria vertraut hat, so wie die Überzeugung der Jünger nach den ersten Wundern zunahm und so wie der Glaube der armen, kranken Bernadette mit jeder Marienerscheinung wuchs, so können auch wir uns in unserer Not an den barmherzigen Gott wenden. Durch die Heilige Bernadette kommen wir zu Maria und über Maria zu Gott“, so der Weihbischof.

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Am 11. September um 16:00 Uhr gab es eine Heilige Messe für die drei Pflegeeinrichtungen St. Clara, Paulusheim und St. Franziskus der St. Elisabeth Pflege Osnabrück. Rund 400 Ältere und Menschen mit Behinderungen wurden zusammen mit ihren Pflegekräften zunächst vom Malteser-Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann begrüßt. Er berichtete aus dem Leben der Heiligen Bernadette, über den Wallfahrtsort Lourdes und betete zusammen mit den Gottesdienstbesuchern das Rosenkranzgebet. Dazu erläuterte er die Exponate der Ausstellung: Bilder der Heiligen Bernadette, eine Kopie der Marien-Statue aus der Grotte in Lourdes und den Reliquienschrein, flankiert von einer Kerze mit dem Bischofswappen und einer Malteser-Kerze.

Weihbischof Johannes Wübbe ging in seiner Predigt auf die Marienerscheinungen der Heiligen Bernadette ein. Am 11. Februar 1858 sah sie erstmals eine "weiße Dame", wie sie selbst zu Maria sagte. Bei der 3. Erscheinung wurde ihr aufgetragen, am Fluß Gave eine Kapelle zur Anbetung Marias durch Pilger bauen zu lassen und in der Grotte aus der heilenden Quelle zu trinken.

Im Tagesevangelium ging es um das Erscheinen des Engels, der Maria die Geburt Jesu ankündigte. So wie Maria demütig antwortete "Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du gesagt hast.", so habe auch Bernadette die Botschaft Marias angenommen und den Glauben vorgelebt, so Johannes Wübbe. Dies sei auch ein Auftrag für uns heute: "Was will Gott, was wir für ihn tun...?"

An die kranken Gottesdienstgäste gewandt berichtete der Weihbischof von der Kraft spendenden Wirkung des Wallfahrtsortes, z. B. durch die Begegnung mit Maria in der Grotte, den beeindruckenden Kreuzweg und das gemeinschaftliche Beten und Singen bei den täglichen Lichterprozessionen. "Heute können wir hier am Reliquienschrein Trost finden und er steht hier symbolisch inmitten der umliegenden Hilfseinrichtungen um St. Johann, der Behindertenhilfe, der Caritas und dem Marienhospital."

Vor seinem Schlusssegen bedankte sich Johannes Wübbe besonders bei den Maltesern, die diese Ausstellung initiiert hätten und auf ihren jährlichen betreuten Fahrten im Sonderzug vielen Gläubigen einen Besuch des Wallfahrtsortes Lourdes ermöglichen.

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Die Malteser laden herzlich zu den weiteren Gebetstunden am 12. September ab 14:00 Uhr nach St. Johann (Johannisfreiheit 12) ein. Um 18:15 Uhr folgt ein Abschlussgottesdienst mit Pfarrdechant Hermann Wieh, der von den Maltesern mitgestaltet wird. Auch hierzu sind alle Gläubigen willkommen.

Anlass der Tour des Reliquienschreins durch die deutschen Bistümer ist das 25-jährige Bestehen der Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes, einem Verein, deren Mitglieder in Frankreich die Wallfahrer empfangen und den Ordnungsdienst im Heiligen Bezirk übernehmen. Sie unterstützen auch die jährlich 16 deutschen Malteser-Lourdeswallfahrten. Die Hospitalité wirbt auf diesem Wege um weitere Ehrenamtliche für zeitlich begrenzte Einsätze in Lourdes. Informationen unter 02823/973190.

Bericht Neue Osnabrücker Zeitung

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