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Malteser Osnabrück

Hilfe für Brandopfer in Griechenland

Malteser versorgen griechische Ärzte mit dem Nötigsten

30.07.2018
Die Malteser verladen in ihrem Logistikzentrum in Kerpen die medizinischen Hilfsgüter für die Brandopfer (Foto: Dieter Schlüter/Malteser)

Köln/Athen. Die Flammen in Griechenland sind unter Kontrolle. Jetzt brennen die Wunden der Verletzten. Die Ärzte rufen verzweifelt um Hilfe.

Ärzte aus Athen haben in der Nacht zu Donnerstag eine dringende Bitte um medizinische Hilfsgüter für die Brandopfer an die an die Malteser in Deutschland geschickt. Es fehlt ihnen an notwendigem medizinischen Material, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Die Krankenhäuser seien mit den Brandopfern überfordert.

Den Hilferuf übermittelte die Deutsch-Griechische Versammlung in Athen. Die Malteser in der Zentrale in Köln haben schon ein paar Stunden später begonnen, das Material auf der Liste der Griechen zusammenzustellen. Erst einmal nur das Allerwichtigste: Sterile Wundauflagen, Aluminiumdecken, sterile Handschuhe und Einwegschürzen, Einwegmasken, Blutdruckmessgeräte, Sauerstoffmessgeräte für die Finger („Oxymeter“). Sogar Pinzetten, elastische Binden und Batterien fehlen.

Die erste Palette stand schon Freitag früh um sechs Uhr im Malteser Logistikzentrum in Kerpen parat. Für eine zweite mussten noch ein paar medizinische Geräte gekauft und per Express geliefert werden. Sie wurden Freitagmittag verpackt.

Kurz darauf schickten die Malteser die rund 600 Kilogramm mit DHL nach Griechenland, schon einen Tag nach dem Hilferuf. Die Paletten mit dem medizinischen Verbrauchsmaterial für Brandopfer kommen voraussichtlich an diesem Dienstag in der Zentral-Apotheke im am schwersten betroffenen Gebiet an. Dort warten die griechischen Ärzte schon auf die Lieferung. Die örtliche Caritas in Athen, bereits langjähriger Partner der Malteser in Deutschland, wird die Entgegennahme der Lieferung unterstützen und begleiten.

Cornelius von Fürstenberg ist im Geschäftsführenden Vorstand des Malteser Hilfsdienst e. V. zuständig für die Notfallvorsorge. Er hat zügig entschieden, die Bitte der griechischen Ärzte zu erfüllen, und sagt: „Das sehen wir Malteser als unseren jahrhundertealten Auftrag: Wo Not herrscht, beratschlagen wir nicht lange, sondern entscheiden und handeln! Alles andere regeln wir später.“ Die Ärzte und Fachleute der Malteser hatten die Anforderungsliste schnell geprüft und sich mit den anfordernden Stellen abgestimmt. Nun gilt als nächste Herausforderung, die voraussichtlich 13.000 Euro Kosten der spontanen Hilfsaktion zu decken. Auch darin haben die Malteser Übung. Sie haben am Freitag eine Online-Spendenaktion gestartet, die den finanziellen Aufwand ausgleichen soll.

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