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Malteser Osnabrück

Malteser aus Litauen zu Gast in Osnabrück

Auszeichnung für 23 Jahre ehrenamtliche Hilfe

08.12.2014
Forum am Dom (v.l.): Diözesanleiterin Octavie van Lengerich, Romas Abunevičius, Bundes-Auslandsreferent Michael Lülsdorff und der litauische Revisor Bronius Einars
Besichtigung des Behindertenfahrdienstes Georgsmarienhütte (v.r.): Dienststellenleiter Frank Stegmann, Stadtbeauftragter Norbert Wemhoff, Romas Abunevičius und Bronius Einars
Romas Abunevičius (links) überreicht die Dankurkunde an Diözesangeschäftsführer Ludwig Unnerstall
Malteserladen in Dortmund's Haupt-Einkaufsstraße
Neues Trainergespann für Borussia?
Sanitätsgerätewagen in Münster
Vorstellung der ehrenamtlichen Dienste in Georgsmarienhütte
Besichtigung der Kolumbariumskirche "Heilige Familie" in Osnabrück
Litauenrunde in der Diözesangeschäftsstelle...
...mit leckerem Essen des Malteser-Menüservice

Osnabrück. Zum „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ erhielten die Malteser in Osnabrück Besuch vom Präsidenten der litauischen Malteser, Romas Abunevičius. Er war als Ehrengast in den Malteser-Glühweinkeller auf dem Weihnachtsmarkt eingeladen, dessen Erträge seit 17 Jahren der ehrenamtlichen Litauenhilfe zufließen.

Die litauische Hilfsorganisation ist seit 1991 im Aufbau, in der südlichen Diözese Kaišiadorys mit Unterstützung von sieben Malteser-Ortsverbänden aus der Diözese Osnabrück. „Trotz politischer Wende und EU-Zugehörigkeit erleben wir bis heute große Not. Jugendarbeitslosigkeit und Altersarmut sind besonders bei unserer Landbevölkerung ausgeprägt. Viele Menschen wandern ins Ausland ab. Eine unzureichende Versorgung bei Krankheit und Behinderung ist ebenso Alltag wie das geringe Lohnniveau bei stetig steigenden Preisen“, erläuterte Abunevičius bei einem Empfang für Ehrenamtliche und Spender am vergangenen Freitag im Forum am Dom. Deshalb seien die regelmäßigen Hilfsgütertransporte weiterhin notwendig.

In den letzten beiden Jahren wurden aber auch wichtige Schritte für die Zukunft eingeleitet. Nach deutschem Vorbild werden derzeit Erste-Hilfe-Ausbildungen, Fahr- und Pflegedienste, Essen auf Rädern sowie die Jugendarbeit und Kindertagestätten aufgebaut. Aktuell gab es dazu starken politischen Rückenwind: In einer offiziellen Videobotschaft bedankte sich die Präsidentin der Republik Litauen, Dalia Grybauskaitė, mit einem Malteser-Schal bekleidet, für die führende karitative Arbeit der Malteser: „Möge Erfolg alle Malteser begleiten, wenn sie den verwundbarsten Menschen in der ganzen Welt dienen und Hilfe leisten.“

Anlass dieser Rede war das 900-jährige Jubiläum des Malteserordens, das im Oktober auch in Vilnius gefeiert wurde. Dabei erhielten die deutschen Litauenhelfer der ersten Stunde eine Dankurkunde des litauischen Premierministers Algirdas Butkevičius, die am Freitag von Romas Abunevičius auch an Diözesangeschäftsführer Ludwig Unnerstall überreicht wurde. Abschließend warben die Malteser nicht nur für eine finanzielle Unterstützung durch den Besuch ihres Glühweinkellers, sondern anlässlich des „Internationalen Tages des Ehrenamtes“ am 5. Dezember auch für ein ehrenamtliches Mitwirken in ihrer Litauenhilfe.

Zurzeit sind 180 ehrenamtliche Malteser aus Aurich, Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W., Leer, Nordhorn, Osnabrück und Twistringen partnerschaftlich in der Litauenhilfe aktiv. Das Engagement der Twistringer Malteser führte 2011 zur Städtepartnerschaft mit der Bischofsstadt Kaišiadorys.

Romas Abunevičius reiste zusammen mit seinem Revisor Bronius Einars bereits am 3. Dezember an und absolviert zuvor ein Besuchsprogramm in den Nachbardiözesen Paderborn und Münster, die sich ebenfalls in der Litauenhilfe engagieren.

In Dortmund wurden am Mittwoch der ambulante Hospiz- und Besuchsdienst, der "Malteserruf" und "Malteserladen" (Charity-Shop) auf dem Westenhellweg 121 besucht. Nachmittags standen der Besuch des Weihnachtsmarktes mit dem größten Christbaum der Welt und eine Führung durch das Dortmunder Fußballstadion auf dem Programm. Es gab sogar ein kurzes "Hallo!" von Borussia-Coach Jürgen Klopp.

Am 4. Dezember wurden in Münster das Projekt "Malteser Migranten Medizin" sowie der Katastrophenschutz und Sanitätsdienst besichtigt. Nach einer Domführung, ging es abends zur Ortsgruppe Drensteinfurt, die ihre Litauenhilfe vorwiegend über eine Kleiderkammer und das Altkleidergeschäft finanziert.

Am 5. Dezember informierten sich die Gäste in Georgsmarienhütte über den Behindertenfahrdienst, Hausnotruf und Menüservice (Essen auf Rädern) im Hauptamt, aber auch die Erste-Hilfe-Ausbildung, die sozialpflegerische Ausbildung sowie den Schulsanitätsdienst und die First-Responder-Gruppe im Ehrenamt.

Videobotschaft der litauischen Präsidentin

Deutsche Übersetzung:

“Liebe Mitglieder des Malteserordens, Güte vereint Menschen in der ganzen Welt. Es ist nicht nur unsere individuelle Pflicht, einander zu helfen, sondern (auch) eine Gelegenheit, unserem eigenen Leben mehr Bedeutung zu verleihen. Der Malteserorden sorgt sich um die verwundbarsten Mitglieder der Gesellschaft: die Alten, die Kranken, Menschen mit einer Behinderung. Sie leisten Flüchtlingen Beistand, denen, die vor Konflikten und Naturkatastrophen fliehen. Indem Sie etwas so Einfaches wie eine warme Mahlzeit bereitstellen, spenden Sie Menschen Hoffnung und helfen, Leben zu retten. Junge Freiwillige, die sich dem Orden anschließen, demonstrieren, dass Ihre Arbeit zur Großherzigkeit inspiriert. Der Malteserorden ist in Litauen führend in der karitativen Arbeit, eine Arbeit, die eine wirkliche Veränderung bedeutet. Möge Erfolg alle Mitglieder des Malteserordens begleiten, wenn sie den verwundbarsten Menschen in der ganzen Welt dienen und Hilfe leisten.“

(Dalia Grybauskaitė, Präsidentin der Republik Litauen)

Fotos Dortmund

Malteserladen Dortmund

Fotos Büren

Fotos Münster

Fotos Drensteinfurt

Fotos Georgsmarienhütte

Fotos Osnabrück

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