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Malteser Osnabrück

Flüchtlingsunterkunft „Haus Johannes“ schließt

07.02.2017
Über dem „Haus Johannes“ weht seit Anfang 2016 die Malteser-Fahne
Hausleiter Matthias Hülsmann

Osnabrück. Die Flüchtlingsnotunterkunft „Haus Johannes“ des Landes Niedersachsen in der Hannoverschen Straße wird in diesen Tagen geschlossen. Die Malteser bedanken sich als Betreiber bei Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen.

Die Malteser wurden im Herbst 2015 vom niedersächsischen Innenministerium beauftragt, eine Notunterkunft für maximal 400 Flüchtlingen im Gebäude des ehemaligen Finanzamtes-Land einzurichten. Nach dem Schutzpatron der Hilfsorganisation wurde die Einrichtung „Haus Johannes" getauft und nahm nach umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten, unterstützt durch 60 Ehrenamtliche der kreisweiten Malteser-Ortsgliederungen am 8. Februar 2016 den Betrieb auf.
„Insgesamt waren seither 566 Flüchtlinge mit 21.216 Übernachtungen zu Gast. Die Tageshöchstbelegung lag bei 253 Personen. Darunter waren viele Familien mit Kindern aus insgesamt 26 Nationen, vom Balkan über den Nahen und Fernen Osten bis zu Afrika. Sie wurden von 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut“, resümierte Hausleiter Matthias Hülsmann.

Die Malteser freuten sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Marienhospital (Verpflegung), der Pfarreiengemeinschaft Osnabrück-Süd (Kleiderkammer), der Flüchtlingshilfe Rosenplatz (Fahrradwerkstatt), dem Exil e.V. (Wochenendprogramm für Kinder), dem Café Mandela, dem TSV Osnabrück (Sportangebote), der Zenit Boulderhalle und dem Präventionsteam der Polizei (Fahrradkurse). Das ehrenamtliche Ärzteteam der Malteser Migranten Medizin engagierte sich in hausärztlichen Sprechstunden. Außerdem gab es zahlreiche Sachspenden von Unternehmen und Privatpersonen, Spielzeug von der AWIGO, ein Weihnachtskonzert der Musikschule und eine Weihnachtspäckchenaktion des Hümmling-Gymnasiums Sögel.

„Auch mit Blick auf das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarschaft ist es jetzt Zeit, danke zu sagen. Durch ihr Anpacken haben die Osnabrücker ihr Herz für Flüchtlinge gezeigt“, ist sich Hülsmann der erfolgreichen Fortsetzung der kommunalen Flüchtlingshilfe gewiss. Das „Haus Johannes“ wird an die Landesaufnahmebehörde übergeben.

Pressebericht Neue Osnabrücker Zeitung

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