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Malteser Osnabrück

Pfarrer Hyginus Chigere verstorben

19.11.2018
Pfarrer Haitschi †
Bei der Spendenübergabe der Bäckerei Overmeyer 2017: Pfarrer Chigere (2.v.l.) und Dienststellenleiterin Charlotte Hengelbrock aus Hunteburg (r.)
Das Malteser-Hospital...
...in Umuzike
Das Kinderheim in Orlu konnte 2015 den Schulbetrieb wieder aufnehmen
Charlotte Hengelbrock und Hermann Otte aus Hunteburg trafen bei ihrem Besuch auf fröhliche und dankbare Kinder
Norbert Wemhoff (r.) leitet bis heute die Malteser-Nigeriahilfe in der Diözese Osnabrück

Abuja/Hunteburg. Am 18. November ist im Alter von 60 Jahren der nigerianische Pfarrer Dr. Nkem Hyginus Chigere verstorben. Pfarrer Haitschi, so wie er von allen genannt wurde, war über die Ortsgliederung Hunteburg zu den Maltesern gekommen und bis heute Koordinator der Malteser-Hilfsprojekte in Nigeria.

Pfarrer Haitschi hatte die Malteser zur Zeit seiner Promotion in Münster kennengelernt. 1996 übernahm er die geistliche Begleitung der Osnabrücker Malteser-Lourdeswallfahrt, die seit 1980 von den Maltesern Hunteburg organisiert wird. Daraus entstand die bis heute anhaltende Entwicklungszusammenarbeit mit seiner Heimatdiözese Orlu. 1997 ließ er sich in Osnabrück zum Erste-Hilfe-Ausbilder qualifizieren und begann mit Kursen als Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Jahr darauf gründete er in seiner Gemeinde Umuzike einen ehrenamtlichen Malteser-Verein, später weitere Malteser-Gruppen an anderen Orten. 

„Dank dauerhafter Geld- und Sachspenden aus Deutschland und der bis heute anhaltenden Zusammenarbeit mit benachbarten Ordensschwestern, wurde auf einer bereits bestehenden Sozialstation ein Malteser-Hospital zur notdienstlichen Versorgung der armen Landbevölkerung aufgebaut. Nach Einrichtung einer selbständigen Strom- und Wasserversorgung, wurden in den letzten Jahren auch stationäre Aufenthalte ermöglicht“, erläutert Dienststellenleiterin Charlotte Hengelbrock.

Zum Hospital gehört auch eine Nähstube. Nach mehreren Fahrzeugspenden und einer diesjährigen Förderung über die Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen, übernahmen die Malteser auch die ambulante medizinische Erstversorgung und Krankentransporte in der ländlichen unwegsamen Region.

Mit Unterstützung einer privaten Stiftung und koordiniert von Pfarrer Haitschi wurde von 2013 bis 2017 außerdem die umfangreiche Renovierung eines Heims für gehörlose und geistig behinderte Kinder in der Bischofsstadt Orlu umgesetzt. In diese Maßnahme flossen auch die Erträge einer gemeinsamen Brotaktion der Malteser Hunteburg mit der Bäckerei Overmeyer auf dem jährlichen „Ponymarkt“.

Pfarrer Haitschi finanzierte die Projekte zum Teil aus eigenen Mitteln, unter anderem durch seine jährliche Urlaubsvertretung in den Bistümern Osnabrück und Münster. Er wohnte zumeist in der Kirchengemeinde Herz-Jesu Georgsmarienhütte.

Bei seiner diesjährigen Ankunft im August wurde eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert. Nach zwischenzeitlichen Behandlungen im Osnabrücker Franziskus- und Marienhospital, kehrte er vor zwei Wochen nach Nigeria zurück. In einem Krankenhaus der Hauptstadt Abuja verstarb er am Sonntag im Kreis seiner Familie.

Noch in Abstimmung mit Pfarrer Haitschi, wurde vom Bischof in Orlu bereits ein Nachfolger eingesetzt. Mit ihm, dem Präsidenten der Malteser in Umuzike sowie den Ordensschwestern stehen die Malteser nun im regen Austausch. Die medizinische Versorgung und alle übrigen Dienste sollen dauerhaft gesichert werden.

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